DREHSCHEIBE SAIX conova SAIX

REGIONALE INTERNET EXCHANGES FÖRDERN LOKALEN DATENAUSTAUSCH

Internet Exchanges sind zentrale Knotenpunkte, an denen Netzbetreiber, Provider, Unternehmen und Organisationen Daten direkt und effizient austauschen können. Mit steigendem Datenverkehr und zunehmend latenzsensiblen Anwendungen rücken regionale Internet Exchanges (auch Internet Exchange Points, kurz IXPs) immer mehr in den Fokus moderner Netzarchitekturen. Mit dem Salzburger Internet Exchange (SAIX) hat sich mittlerweile seit 10 Jahren eine Datendrehscheibe für Unternehmen aus Salzburg sowie dem angrenzenden Bayern und Oberösterreich etabliert.

Der SAIX wurde 2015 als Non-Profit-Projekt vom Rechenzentrumsbetreiber conova ins Leben gerufen. Die Idee: ein regionaler Internetknotenpunkt, der Daten möglichst direkt von A nach B bringt – schnell, sicher und ohne unnötige Umwege. Gleichzeitig sollte die Salzburger IT-Szene damit eine Chance erhalten, um auch international konkurrenzfähig zu sein.

Mittlerweile wird der SAIX georedundant in mehreren Verfügbarkeitszonen in den conova Rechenzentren, bei der Türk Telekom International und Peter Rauter GmbH betrieben und ermöglicht dadurch einen stabilen und zuverlässigen Datenaustausch für die 32 Mitglieder, die aktuell am SAIX angeschlossen sind.

Anders als bei der klassischen Nutzung von globalen Internet-Transitanbietern werden Datenpakete hier lokal ausgetauscht, was die Verbindungsgeschwindigkeit erhöht und gleichzeitig Kosten und Sicherheitsrisiken reduziert. Da der SAIX als Peering Point konzipiert ist, fallen zudem für die Daten, die über den SAIX ausgetauscht werden, keine Kosten an.

conova SAIX Info

Der SAIX richtet sich an kleinere und mittelständische Unternehmen im Großraum Salzburg, Oberösterreich und Bayern, bietet aber auch internationalen Providern und Partnern die Möglichkeit, sich anzuschließen und vom lokalen Peering zu profitieren. Ein Anschluss an den SAIX ist für Interessierte kostenlos und ganz unkompliziert möglich.

Infos finden Sie unter www.saix.at.

REFRESH DER INFRASTRUKTUR SICHERT STATE-OF-THE-ART BETRIEB

Regelmäßige Wartungen der Systeme sind in der IT unumgänglich, um die Sicherheit, den Support und einen reibungslosen Betrieb langfristig gewährleisten zu können. Anlässlich des 10-jährigen-Bestehens wurde die darunterliegende Infrastruktur des SAIX nun ganzheitlich erneuert und die Management Plattform einem Facelift unterzogen. Der SAIX wurde technisch gesehen auf neue Beine gestellt.

Für die angeschlossenen Mitglieder geschah dieser Refresh unterbrechungsfrei im Hintergrund. Für den Betreiber conova hingegen unterstreichen regelmäßige Wartungen und Weiterentwicklungen den hohen Sicherheitsgedanken und das Bestreben IT-Infrastruktur am Puls der Zeit anzubieten. Die beiden Route Server werden monatlich gepatcht. Durch den redundanten Betrieb erfolgen die Wartungsarbeiten unterbrechungsfrei für die Mitglieder, sofern Verbindungen zu beiden Route Servern bestehen.

Exkurs: Die Vorteile von lokalen Internetknoten

Geringere Latenzen durch lokale Datenwege

Ein wesentlicher Vorteil regionaler Internetknotenpunkte ist die signifikante Reduktion der Latenz. Da der Datenaustausch direkt erfolgt, entfallen Umwege über deutlich weiter entfernte Knotenpunkte wie beispielsweise Amsterdam, Frankfurt oder Wien. Das führt zu schnelleren Ladezeiten und einer insgesamt besseren Performance digitaler Dienste, was insbesondere für zeitkritische Anwendungen entscheidend ist.

Höhere Performance und Stabilität

Durch direktes Peering an einem Internet Exchange Point (IXP) werden Datenströme effizienter geroutet. Das reduziert Paketverluste und Engpässe auf Transitstrecken. Gleichzeitig steigt die Netzstabilität, da Abhängigkeiten von einzelnen Upstream-Providern minimiert werden. Regionale IXPs tragen damit zu einer resilienteren und besser skalierbaren Netzstruktur bei.

Geringere Latenzen durch lokale Datenwege

Ein wesentlicher Vorteil regionaler Internetknotenpunkte ist die signifikante Reduktion der Latenz. Da der Datenaustausch direkt erfolgt, entfallen Umwege über deutlich weiter entfernte Knotenpunkte wie beispielsweise Amsterdam, Frankfurt oder Wien. Das führt zu schnelleren Ladezeiten und einer insgesamt besseren Performance digitaler Dienste, was insbesondere für zeitkritische Anwendungen entscheidend ist.

Höhere Performance und Stabilität

Durch direktes Peering an einem Internet Exchange Point (IXP) werden Datenströme effizienter geroutet. Das reduziert Paketverluste und Engpässe auf Transitstrecken. Gleichzeitig steigt die Netzstabilität, da Abhängigkeiten von einzelnen Upstream-Providern minimiert werden. Regionale IXPs tragen damit zu einer resilienteren und besser skalierbaren Netzstruktur bei.

Verbesserte Datensouveränität und Sicherheit

Regionale Internetknotenpunkte unterstützen die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, da Daten innerhalb einer Region oder eines Landes verbleiben können. Das erhöht die Transparenz der Datenpfade und kann potenzielle Risiken reduzieren, die durch unnötige internationale Datenübertragungen entstehen. Gleichzeitig sinkt die Angriffsfläche für unbefugte Zugriffe oder Datenlecks durch die Verringerung der Anzahl von Zwischenstationen im Datenverkehr.

Förderung der digitalen Infrastruktur

Neben den technischen Vorteilen fördern regionale Internet Exchanges die digitale Wertschöpfung vor Ort. Sie machen Regionen attraktiver für Rechenzentren, Cloud-Anbieter und digitale Services und schaffen eine leistungsfähige Grundlage für weiteres Wachstum.

Verbesserte Datensouveränität und Sicherheit

Regionale Internetknotenpunkte unterstützen die Einhaltung von Datenschutz- und Compliance-Anforderungen, da Daten innerhalb einer Region oder eines Landes verbleiben können. Das erhöht die Transparenz der Datenpfade und kann potenzielle Risiken reduzieren, die durch unnötige internationale Datenübertragungen entstehen. Gleichzeitig sinkt die Angriffsfläche für unbefugte Zugriffe oder Datenlecks durch die Verringerung der Anzahl von Zwischenstationen im Datenverkehr.

Förderung der digitalen Infrastruktur

Neben den technischen Vorteilen fördern regionale Internet Exchanges die digitale Wertschöpfung vor Ort. Sie machen Regionen attraktiver für Rechenzentren, Cloud-Anbieter und digitale Services und schaffen eine leistungsfähige Grundlage für weiteres Wachstum.

Regionale Internet Exchanges sind weit mehr als reine Austauschpunkte für Datenverkehr. Sie sind ein essenzieller Bestandteil moderner, leistungsfähiger und zukunftssicherer Netzinfrastrukturen – mit messbaren Vorteilen in Bezug auf Latenz, Performance, Kosten und Datensouveränität.

Ein Jahrzehnt Internet Exchange in Salzburg

Was vor zehn Jahren als Vision begann, ist heute ein zentraler Internetknoten für die Region.

Im Wordrap blickt DI (FH) Stefan Kaltenbrunner, Chief Strategy Officer (CSO) bei conova und Initiator des Salzburger Internet Exchanges, auf ein Jahrzehnt SAIX zurück:

conovasaixkast

Ein Jahrzehnt Internet Exchange in Salzburg

Was vor zehn Jahren als Vision begann, ist heute ein zentraler Internetknoten für die Region.

Im Wordrap blickt DI (FH) Stefan Kaltenbrunner, Chief Strategy Officer (CSO) bei conova und Initiator des Salzburger Internet Exchanges, auf ein Jahrzehnt SAIX zurück:

Der SAIX feierte vergangenes Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Was sind für dich persönlich die Meilensteine dieses Projektes?

Zu den wichtigsten Meilensteinen zählen neben der Inbetriebnahme im Jahr 2015 insbesondere die Erweiterung um zusätzliche Standorte, etwa gemeinsam mit Projektpartnern im Techno-Z sowie in unserem Datacenter 6 in Hallein. Auf technischer Ebene markieren das Netzwerk-Upgrade mit Unterstützung von bis zu 100 Gbit/s im Jahr 2021 sowie der umfassende Ausbau der Managementinfrastruktur inklusive eigener Virtualisierungsumgebung und moderner Hardware im Jahr 2025 zentrale Entwicklungsschritte.

Wie hat sich der Datenverkehr seit dem Start des SAIX entwickelt?

Der Datenverkehr ist über die Jahre hinweg kontinuierlich angestiegen. Wenngleich es in dieser Zeit auch zu regionalen Schwankungen und zu Veränderungen infolge von Umbauten und infrastrukturellen Anpassungen kam. Solche Umstellungen benötigen erfahrungsgemäß eine gewisse Zeit, bis sie von den Teilnehmern vollständig umgesetzt werden. Die Anzahl der Mitglieder ist insgesamt sehr stabil geblieben, mit einigen neuen Teilnehmern in den vergangenen Jahren.

Für welche Unternehmen oder Organisationen ist ein regionaler Internetknoten besonders interessant?

Ein regionaler Internetknoten steht grundsätzlich allen Organisationen offen, die mit einem eigenen Autonomen System (AS) am globalen Internet teilnehmen möchten. Die wesentlichen Vorteile liegen in der geringen Latenz, der erhöhten Resilienz gegenüber den Herausforderungen langer Glasfaserstrecken sowie in der Möglichkeit, direkte Verbindungen zu anderen Unternehmen im selben Wirtschaftsraum aufzubauen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller globaler Entwicklungen gewinnen solche regionalen Konzepte und Lösungen zunehmend an Bedeutung.

Für Kunden von conova in einem unserer Rechenzentren ist die Anbindung seit der Gründung kostenfrei verfügbar. Auch für externe Teilnehmer ist die Teilnahme grundsätzlich kostenlos, lediglich die Herstellung des eigenen Anschlusses ist durch den jeweiligen Teilnehmer selbst zu organisieren.

Welche Entwicklungen siehst du aktuell bei Peering-Technologien und Traffic Management?

Settlement-Free-Peering (Peeringmethode, bei der der Datenaustausch zwischen den Teilnehmern ohne Abrechnung erfolgt) steht derzeit vor unterschiedlichen strukturellen Herausforderungen. Große Internet Exchange Points haben in vielen Regionen bereits eine gewisse Marktsättigung hinsichtlich der Teilnehmerzahlen erreicht und erweitern ihr Portfolio zunehmend um standortübergreifende Vernetzungsangebote – sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene. Damit treten sie oftmals in Konkurrenz zu klassischen, global agierenden Telekommunikationsanbietern oder ersetzen deren Leistungen.

Parallel dazu ist in der Rechenzentrumsbranche ein klarer Trend erkennbar, bei dem sich die Monetarisierung von Services verstärkt in Richtung der physischen Vernetzung innerhalb der Rechenzentrumsstandorte verlagert, etwa durch Cross-Connects oder interne Verkabelungen. Während früher das Housing selbst den zentralen Kostenfaktor darstellte, ist heute häufig die einzelne Verbindung zwischen zwei Kunden innerhalb eines Rechenzentrumscampus kostenbestimmend. Die ökonomischen Rahmenbedingungen dieser Modelle begünstigen eine starke Konzentration von Diensten, die zunehmend über genau diese Verbindungen abgewickelt werden.

Wird die Bedeutung von regionalen Internetknoten weiter zunehmen, oder beobachtest du einen Trend hin zu den großen Exchanges wie AMS-IX und CE-CIX?

Die vergangenen zehn Jahre waren maßgeblich vom Ausbau der Services großer, internationaler Internet Exchange Points geprägt. In den letzten zwölf bis 18 Monaten beobachten wir jedoch ein erneut wachsendes Interesse an der Diversifizierung von Internet-Transit- und Peering-Strukturen. Treiber dafür sind sowohl politische Rahmenbedingungen als auch regulatorische Entwicklungen, etwa durch das RKEG (Resilienz kritischer Einrichtungen-Gesetz) oder das NISG 2026 (Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026). Dabei rückt zunehmend nicht nur die geografische, sondern auch die organisatorische Unabhängigkeit in den Fokus. Ziel ist es, eine insgesamt resilientere Zuliefer- und Vernetzungssituation zu schaffen und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern oder Strukturen gezielt zu reduzieren.

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